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Rund 1000 Teilnehmer beim 37. Gippinger Stauseelauf. 92 Teilnehmer aus der badischen Nachbarschaft. Klassensieg für Peter Gschwend in M60 vor dem Lauchringer Hubert Wolf. Ghislaine Schmidt (LG Hohenfels) aus Bernau wird Dritte in F 50.
Es waren wieder einmal knapp 1000 Sportlerinnen und Sportler zwischen vier und 79 Jahren, die den Silvesternachmittag nutzten, um das laufende Jahr bei der 37. Auflage des Stauseelaufes in Gippingen nahe Waldshut ausklingen zu lassen. Für Thomas Suter, den Chef des Organisations-Komitees, war es eine gelungene Veranstaltung: „Ich bin überrascht, dass wir trotz regnerischem Wetter so viele Teilnehmer hatten – auch und vor allem aus Deutschland“, freut er sich.
92 Läuferinnen und Läufer waren am Ende über den Zielstrich in der Dorfmitte gelaufen. Gleich drei „Düütsche“ standen bei der Siegerehrung auf dem Treppchen. Schnellster in M 60 war der Klettgauer Peter Gschwend, der 28:22,8 Minuten dem Lauchringer Hubert Wolf (29:27,7) nur Rang zwei überließ. Die Vorjahreszweite in F 50, Ghislaine Schmidt von der LG Hohenfels, musste mit 32:47,7 Minuten dieses Mal mit Platz drei zufrieden sein: „Ich bin das erste Mal nach rund zweimonatiger Pause wieder gelaufen“, freute sich die in Bernau seit über 20 Jahren heimische Französin sehr über die Platzierung.
Für Hubert Wolf war es ein Comeback nach vielen Jahren: „Als ich einst mit dem Laufen begann, war der Lauf in Gippingen meine Premiere. Ich war viele Jahre treu dabei, bis mir das Startgeld zu teuer wurde“, blickt Wolf nach seiner Rückkehr an den Klingnauer Stausee zufrieden auf die Rundstrecke: „Fürs Tempo und den Laufrhythmus ein optimaler Kurs.“ Da stimmt Patrick Isele zu: „Nach etwa 1500 Metern löst sich der Pulk auf. Danach ist es ein schneller und schöner Lauf“, betont der Berauer, der seit Jahren in Gippingen startet.
Erstmals startete Michael Gallmann aus Riedern, der mit seinem Bruder Benjamin den Landesligisten TuS Bonndorf trainiert: „Hat Spaß gemacht“, schnaufte Michael nach 7,53 Kilometern und 35:12,5 Minuten durch. Benjamin Gallmann verbesserte sich bei seinem dritten Start erneut. Mit 28:59,0 Minuten kam er auf Rang 24 in M 30 und unterbot sein Ziel, unter 30 Minuten zu bleiben, deutlich: „Nach fünf Kilometern hast du das Gefühl, eine Bleiweste zu tragen. Wahnsinn, was die Spitzenleute drauf haben.“
Hinter ihm platzierte sich Daniel Zeller auf Rang 25 in 29:15,0 Minuten. Der einst in Niederhof, Laufenburg und Wallbach aktive Fußballer lebt in Kaisten, kickt bei den Senioren des FC Frick: „Wegen einer Erkältung habe ich mein Ziel, unter 3,52 Minuten pro Kilometer zu laufen, mit 3,53 hauchdünn verpasst“, gab er sich nicht ganz zufrieden.
Zu jenen Spitzenleuten, die der wöchentlich immerhin rund 40 bis 50 Kilometer laufende Benjamin Gallmann meinte, gehören Evi Polito (LG Hohenfels), als F 30-Vierte und Elfte im Gesamtklassement mit 29:21,5 Minuten und ihr Teamkollege Jürgen Hilpert, der in 26:13,8 auf Rang sieben in M 30 und Platz 17 in der Gesamtwertung lief. Die Zwei waren die besten badischen Teilnehmer am Stausee: „Es wäre mehr drin gewesen“, gab sich Hilpert zunächst enttäuscht: „Aber ich erwarte wohl immer etwas zu viel von mir“, rang er sich ein Lächeln ab. Immerhin war er gut eine Minute schneller gegenüber 2014.
Die Sieger, Ahmed El Jaddar (Basel) mit 23:13,4 Minuten und Natalia Vinogradova (Hallwil) mit 27:07,1 Minuten, gewannen zwar souverän, blieben aber deutlich unter den Rekordmarken.
Damals lief Lauf-Ass Hardy Flum (LG Hohenfels) gewann in M 40. Dieses Mal war der Weilheimer nur Zaungast: „Mein Rücken ließ einen Start nicht zu.“
Richtig fit war einmal mehr Hans Maier (RSV Niederhof), mit 77 Jahren der Zweitälteste im Laufpulk. Er kam nach 45:16,5 Minuten ins Ziel – gut fünf Minuten hinter Dauerläufer Heinz Blust (73) as Rechberg. Maiers erklärtes Ziel, nicht Letzter zu werden, erreichte er locker: Ganze 37 jüngere Läufer – der jüngste Langsamere war 24 – ließ Maier hinter sich. Seine Motivation ist einfach: „Ich will mir beweisen, dass ich noch immer Leistung bringen kann.“
Aber am Silvester ist noch lang nicht Schluss für den pensionierten Malermeister: „Beim Benefizlauf in Adelhausen starte ich ins Laufjahr 2016.“ Dieses Jahr will Maier aber nicht nur bei Rundläufen in der Regio starten, sondern ein neues, großes Projekt angehen: „Ich plane, erstmals einen Marathon oder einen Halbmarathon zu laufen.“

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